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Vom Date zur Beziehung

7½ Tipps zum Zusammenziehen

Champagnerfrühstück im Bett oder Rattengift im Abendbrot? Ausgiebige Nackenmassagen oder stundenlange Diskussionen über den Abwasch? Zusammenwohnen kann so oder so aussehen. Damit mit deiner neuen Liebe alles wunderbar klappt, haben wir einige Tipps für dich zusammengestellt.

7½ Tipps zum Zusammenziehen

1. Auf das Timing kommt es an

Wie so oft im Leben gilt auch beim Zusammenziehen: Überstürze nichts. Den absolut 100-prozentigen Zeitpunkt gibt es nicht, aber du solltest die rosa Brille wenigstens für eine Weile absetzen und dich fragen, ob du wirklich (schon) mit deiner neuen Liebe zusammenziehen möchtest. Dabei ist es sicherlich hilfreich, wenn du ihn/sie erst mal besser kennen lernst. Im gemeinsamen Urlaub zum Beispiel. Oder indem du in einer eurer Wohnungen für ein paar Wochen zusammenlebt und so einen gemeinsamen Alltag erfährt. Dies gilt natürlich besonders, wenn die Wohnung für zwei mit grösseren Konsequenzen, einem Ortswechsel etwa, verbunden ist.

2. Der Raum macht die Musik

Du hast dich entschieden, der Wunsch nach gemeinsamem Wohnen ist gross. Schön! Nun geht es an die Wohnungssuche - gerade in Ballungszentren eine schwierige Aufgabe, die du nichtsdestotrotz sorgfältig wahrnehmen sollst. Hat sich das Glücksgefühl, endlich alle Zeit der Welt gemeinsam zu haben, nach einiger Zeit gelegt, rückt die Wohnsituation stärker in den Vordergrund. Wenn du dann feststellst, dass die Wohnung keine Fenster hat, führt das schnell zu Frustrationen, die sich auch auf die Beziehung niederschlägt. Auch wenn es nervt: Besichtige lieber eine Wohnung zu viel als eine zu wenig. Mache dir vorher eine Checkliste, was euch beiden wichtig ist: Balkon, Badewanne, Helligkeit, Grösse, Nachbarn, Verkehrsanbindung ...

2½. Exkurs: Ins gemachte Nest?

Angenommen, deine Bleibe ist gross genug für zwei und wunderschön. Ausserdem wohnst du schon seit zwanzig Jahren darin. Da könnte es sich anbieten, dass deine Liebe zu dir zieht. In einer solchen Konstellation solltest du vorher klären, welche Veränderungen an der Wohnung vorgenommen werden. Wenn du nichts veränderst, könnte dies ein Zeichen dafür sein, dass der/die Neue eine Gastrolle einnimmt - was mit einem Minus an Intimität und Vertrauen verbunden sein kann. Mitgestaltung im Leben bezieht sich eben auch auf die Wohnung. Und für eine neue Beziehung kann es gut sein, bei Null anzufangen - also bei der Komplettrenovierung.

3. Zelebriere den Einzug

Ein Umzug ist mit grossen Veränderungen verbunden. Besonders wenn es aus dem Single-Haushalt in die gemeinsame Wohnung geht. Damit du nicht plötzlich "fremdelst", kannst du diese Veränderungen mit einem Trick positiv einfärben: Mache schon den Einzug zum Event. Lade Freunde dazu ein, mache ein schönes Essen für die Umzugshelfer. Und vergiss die Einweihungsfeier nicht - so kannst du sicher sein, dass du gut in den neuen vier Wänden ankommst.

4. Gestaltung macht den Meister

Kennst du die Szene aus "Harry & Sally"? Nein, nicht die, an die du jetzt denkst, sondern die mit dem Wagenrad-Couchtisch. Wenn du deine Wohnung mit dem Partner teilst, teile auch mit seinem Geschmack. Hier ist Toleranz gefragt - selbst wenn du der Meinung bist, dass der Geschmack deines Liebsten/deiner Liebsten ganz ausgesprochen scheusslich ist. Dass beide sich in der Wohnung wohlfühlen, kannst du vielleicht mit einem kleinen Kniff erreichen: Jeder richtet ein Zimmer ganz nach seinem Geschmack ein. Und an den übrigen Zimmern versucht ihr euch gemeinsam. Apropos Wagenrad-Couchtisch: Überflüssiges und Doppeltes lässt sich gut auf dem Flohmarkt verkaufen - das macht Spass, und vielleicht springt noch das Geld für einen Kurzurlaub dabei raus.

5. Organisation ist nicht alles, aber viel

So traurig das auch ist: Zusammenleben ist leider kein ewiges Champagnerfrühstück, sondern auch eine ordentliche Portion Alltag. Und die gilt es zu organisieren. Da sich weder der Abwasch von alleine erledigt, noch der Staub ohne Zutun verschwindet, solltet ihr auch besprechen, wie ihr mit diesen Alltagstätigkeiten umgeht. Je klarer eure Absprachen sind, desto weniger Konflikte treten später auf. Ihr müsst natürlich nicht gleich Stundenpläne aufstellen - aber eine grundsätzliche Planung, wer wann einkauft, wann der Wohnungsputz erledigt wird, wer was kocht, macht das Zusammenleben harmonischer. Und Outsourcing kann auch sinnvoll sein: Wenn beide viel arbeiten oder besonders faul sind, bewirkt die Einstellung einer Haushaltshilfe Wunder!

6. Mein Heim, dein Heim

In der gemeinsamen Wohnung ist das richtige Nähe-Distanz-Verhältnis zentral. Macht euch bewusst, welche Freiheiten ihr benötigt. Dafür gibt es selbstverständlich kein Erfolgsrezept. Der eine möchte Tisch, Bett und den ganzen Rest komplett teilen, der andere nicht. Manche Paare sind glücklich, wenn jeder sein eigenes Zimmer hat, andere nicht. Finden Sie heraus, welcher Typ Sie sind, und gestalten Sie Ihr Zusammenleben danach. Inklusive persönlichem Freiraum und Rückzugsmöglichkeiten. Dies betrifft nicht nur die Raumgestaltung, sondern das Zusammenleben insgesamt: Für eine Partnerschaft mit Zukunft ist es wichtig, dass jeder sein Leben lebt, seine eigenen Freunde hat und auch gelegentlich trifft.

7. Geregelte Verhältnisse

Unangenehm, aber sinnvoll: Regeln und Verträge. Wenn man frisch verliebt zusammenzieht, kann man sich nicht vorstellen, sich jemals zu trennen. Passiert das irgendwann dennoch, kommt häufig das böse Erwachen. Bei Trennungen wird die Wohnung oft zum Nebenkriegsschauplatz - und der billige CD-Ständer zum ultimativen Streitobjekt. Obwohl es letztlich nur darum geht, dem anderen eins auszuwischen. Auch hier kann man gewisse Vorbeugungsmassnahmen treffen: Achte zum Bespiel darauf, dass ihr beide im Mietvertrag als Hauptmieter eingetragen seid - das schafft Klarheit. Und bei grossen gemeinsamen Anschaffungen solltet ihr die Quittungen aufbewahren. Übrigens: Auch wenn es ohne Hochzeit keine steuerlichen Vergünstigungen gibt, eine gemeinsame Wohnung spart trotzdem Geld. Fährt ihr beide mit dem Auto, könnt ihr eines als Zweitwagen anmelden. Doppelte Versicherungen können gekündigt werden, und zu zweit verpflegt es sich auch kostengünstiger - ganz abgesehen davon, dass es viel mehr Spass macht.

Martin Schaefer/Parship

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